
Gesamtnote · von 5,0
…trotzdem Ja zum Leben sagen
Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager
Ein Psychiater überlebt das KZ – und leitet daraus eine Lehre vom Sinn ab, die bis heute trägt.
- Originaltitel
- …trotzdem Ja zum Leben sagen
- Erschienen
- 1946
- Verlag
- Kösel
- Umfang
- 192 Seiten
- Originalsprache
- Deutsch
- Genre
- Psychologie
- Lesezeit Rezension
- 4 Min.
„Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie.“
— Viktor E. Frankl, …trotzdem Ja zum Leben sagen
Frankl schildert seine Zeit in den Konzentrationslagern nicht als Anklage, sondern als Beobachtung: Was hält Menschen unter dem Unerträglichsten am Leben? Seine Antwort ist der Kern der Logotherapie – nicht Lust oder Macht treibt uns, sondern die Suche nach Sinn. Und Sinn lässt sich selbst im Leiden finden.
Das Buch ist schmal, aber es wiegt mehr als ganze Ratgeber-Regale. Es nimmt einem die Ausrede, dass die Umstände über die innere Haltung bestimmen. Die letzte Freiheit, so Frankl, ist die Wahl der eigenen Einstellung.
Was überzeugt
- Erschütternd echt
- Zeitlose Botschaft über Sinn
- Trotz des Themas hoffnungsvoll
Was stört
- Der therapeutische Teil ist knapp
- Fordert emotional heraus
Für wen geeignet
Für jeden Menschen. Besonders in Phasen, in denen das „Wozu" verloren geht.
Fazit
Eines der wichtigsten Bücher überhaupt. Klein, bescheiden, unerschütterlich.
Zur Person
Viktor E. Frankl
Psychiater & Begründer der Logotherapie
Österreich · 1905–1997
Viktor E. Frankl war ein österreichischer Neurologe und Psychiater und Begründer der Logotherapie. Er überlebte mehrere Konzentrationslager.
Weitere Werke


