
Gesamtnote · von 5,0
Schnelles Denken, langsames Denken
Der Nobelpreisträger zeigt, wie wenig „rational" unsere Entscheidungen sind – und warum das systematisch schiefgeht.
- Originaltitel
- Thinking, Fast and Slow
- Erschienen
- 2011
- Verlag
- Siedler
- Umfang
- 624 Seiten
- Originalsprache
- Englisch
- Genre
- Psychologie
- Lesezeit Rezension
- 4 Min.
„Nichts im Leben ist so wichtig, wie du denkst, während du daran denkst.“
— Daniel Kahneman, Schnelles Denken, langsames Denken
Kahneman teilt das Denken in zwei Systeme: das schnelle, intuitive „System 1" und das langsame, mühsame „System 2". Der Clou: System 1 läuft fast immer, ist selbstsicher – und liegt regelmäßig falsch. Ankereffekt, Verlustaversion, Verfügbarkeitsheuristik: die Bugs im menschlichen Betriebssystem, offengelegt.
Das Buch ist Arbeit, kein leichter Konsum. Aber für jeden, der beruflich Entscheidungen trifft, ist es Fundament: Man kann Denkfehler nicht abschalten, aber erkennen – und die eigenen Prozesse dagegen absichern.
Was überzeugt
- Wissenschaftlich fundiert
- Erklärt Bias-Muster, die man überall sieht
- Verändert die eigene Entscheidungspraxis
Was stört
- Streckenweise akademisch und zäh
- Erfordert Geduld
Für wen geeignet
Für Entscheider und alle, die ihre eigenen Denkfehler erkennen wollen.
Fazit
Anstrengend, aber prägend. Man liest es einmal und erwischt sich danach ständig beim „System 1".
Zur Person
Daniel Kahneman
Psychologe & Nobelpreisträger
Israel / USA · 1934–2024
Daniel Kahneman war ein israelisch-amerikanischer Psychologe und Begründer der Verhaltensökonomie. 2002 erhielt er den Wirtschaftsnobelpreis.
Weitere Werke


