
Gesamtnote · von 5,0
Warum Nationen scheitern
Die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut
Warum manche Länder reich und andere arm sind – die große Institutionen-Theorie der Nobelpreisträger.
- Originaltitel
- Why Nations Fail: The Origins of Power, Prosperity, and Poverty
- Erschienen
- 2012
- Verlag
- S. Fischer
- Umfang
- 608 Seiten
- Originalsprache
- Englisch
- Genre
- Ökonomie
- Lesezeit Rezension
- 4 Min.
„Länder scheitern nicht an Geographie oder Kultur, sondern an ihren Institutionen.“
— Daron Acemoglu & James A. Robinson, Warum Nationen scheitern
Acemoglu und Robinson führen den Reichtum von Nationen auf eine einzige Ursache zurück: die Qualität ihrer Institutionen. „Inklusive" Institutionen, die breite Teilhabe und sichere Eigentumsrechte ermöglichen, schaffen Wohlstand; „extraktive", die wenige auf Kosten vieler bereichern, zementieren Armut. Über Kontinente und Jahrhunderte belegen sie diese These.
Man kann kritisieren, dass Institutionen nicht alles erklären und die Argumentation streckenweise monokausal ist. Aber als große, zugängliche Theorie darüber, warum manche Gesellschaften gedeihen und andere stagnieren, ist das Buch ein Meilenstein – 2024 mit dem Nobelpreis geadelt.
Was überzeugt
- Eine klare, mächtige Kernthese
- Enorme historische Beispielfülle
- Erklärt Ungleichheit zwischen Ländern
Was stört
- Monokausal – Institutionen erklären nicht alles
- Wiederholt sich
Für wen geeignet
Für alle, die verstehen wollen, was Wohlstand von Nationen wirklich entscheidet.
Fazit
Ein Standardwerk der politischen Ökonomie. Eine große These, überzeugend mit Geschichte belegt.
Zur Person
Daron Acemoglu & James A. Robinson
Ökonom (Wirtschaftsnobelpreis 2024)
Türkei / USA · 1967
Daron Acemoglu ist Wirtschaftsprofessor am MIT und erhielt 2024 den Wirtschaftsnobelpreis. James A. Robinson ist Politikwissenschaftler an der University of Chicago.
Weitere Werke


