
Gesamtnote · von 5,0
Schulden
Die ersten 5000 Jahre
Eine radikale Geschichte des Geldes: Warum Schulden älter sind als Münzen – und tief in Moral und Macht wurzeln.
- Originaltitel
- Debt: The First 5,000 Years
- Erschienen
- 2011
- Verlag
- Klett-Cotta
- Umfang
- 536 Seiten
- Originalsprache
- Englisch
- Genre
- Anthropologie
- Lesezeit Rezension
- 4 Min.
„Bevor es Geld gab, gab es Schulden. Der Tauschhandel ist ein Mythos.“
— David Graeber, Schulden
Graeber stellt die gängige Erzählung auf den Kopf: Nicht der Tauschhandel stand am Anfang der Wirtschaft, sondern Schuld und Kredit – lange bevor Münzen erfunden wurden. Über 5000 Jahre zeigt er, wie eng Schulden mit Moral, Religion, Sklaverei und Macht verwoben sind, und wie „man zahlt seine Schulden" zur mächtigsten aller Ideologien wurde.
Das Buch schweift aus und einige Thesen sind umstritten. Aber es liefert einen der grundlegendsten Perspektivwechsel überhaupt: Wer danach über Geld, Kredite und Schuld nachdenkt, tut es mit ganz anderen Augen.
Was überzeugt
- Völlig neuer Blick auf Geld
- Anthropologisch weit ausgeholt
- Reich an Aha-Momenten
Was stört
- Ausschweifend und lang
- Manche Thesen umstritten
Für wen geeignet
Für alle, die Geld, Schuld und Wirtschaft grundsätzlicher denken wollen.
Fazit
Ein großer Wurf. Ausufernd und streitbar, aber voller erhellender Perspektivwechsel.
Zur Person
David Graeber
Anthropologe & Aktivist
USA · 1961–2020
David Graeber war ein US-amerikanischer Anthropologe und Professor an der London School of Economics, bekannt als Vordenker der Occupy-Bewegung.
Weitere Werke


