
Gesamtnote · von 5,0
Der Master-Schalter
Aufstieg und Fall der Informationsimperien
Warum jede Informationstechnologie offen beginnt und als Monopol endet – von Telefon bis Internet.
- Originaltitel
- The Master Switch: The Rise and Fall of Information Empires
- Erschienen
- 2010
- Verlag
- mitp
- Umfang
- 464 Seiten
- Originalsprache
- Englisch
- Genre
- Technologie
- Lesezeit Rezension
- 4 Min.
„Jedes offene Medium wird am Ende von einem Imperium beherrscht – bis das nächste kommt.“
— Tim Wu, Der Master-Schalter
Wu, der Erfinder des Begriffs „Netzneutralität", zeigt an der Geschichte von Telefon, Radio, Film und Fernsehen einen immer gleichen „Zyklus": Eine neue Informationstechnologie startet offen und dezentral – und wird am Ende von einem einzigen Konzern beherrscht, bis die nächste Welle das Spiel neu mischt. Er nennt den Kontrollpunkt den „Master Switch".
Das Buch ist stark auf die US-Geschichte fokussiert und erschien vor dem KI-Boom. Aber genau deshalb ist es so hellsichtig: Sein Muster erklärt fast prophetisch, warum sich auch bei Internet und KI die Macht bei wenigen Plattformen ballt.
Was überzeugt
- Erkennt ein wiederkehrendes Muster
- Historisch fundiert
- Erklärt Big-Tech-Macht
Was stört
- Fokus auf US-Geschichte
- Vor der KI-Ära geschrieben
Für wen geeignet
Für alle, die die Machtdynamik hinter Big Tech und KI-Plattformen verstehen wollen.
Fazit
Ein kluger historischer Rahmen, der die Gegenwart erklärt. Etwas US-zentriert, aber erhellend.
Zur Person
Tim Wu
Rechtswissenschaftler (Columbia)
USA · 1972
Tim Wu ist Juraprofessor an der Columbia University und prägte den Begriff „Netzneutralität". Er beriet die US-Regierung in Wettbewerbsfragen.
Weitere Werke


