
Gesamtnote · von 5,0
Das sechste Sterben
Wie der Mensch Naturgeschichte schreibt
Das Pulitzer-prämierte Buch über das sechste Massenaussterben – dieses Mal verursacht durch den Menschen.
- Originaltitel
- The Sixth Extinction: An Unnatural History
- Erschienen
- 2014
- Verlag
- Suhrkamp
- Umfang
- 320 Seiten
- Originalsprache
- Englisch
- Genre
- Wissenschaft
- Lesezeit Rezension
- 4 Min.
„Der Mensch ist selbst zur geologischen Kraft geworden.“
— Elizabeth Kolbert, Das sechste Sterben
Kolbert reist zu Forschern rund um den Globus und zeigt an konkreten Fällen – Korallen, Fledermäuse, Amphibien –, wie schnell Arten verschwinden. Sie ordnet dies in die Erdgeschichte ein: Fünf große Massenaussterben gab es; das sechste läuft gerade, und diesmal ist die Ursache der Mensch selbst.
Das Buch liefert kaum Lösungen und das Thema bleibt bedrückend. Aber als Wissenschaftsjournalismus ist es herausragend – klar, konkret und erzählerisch so stark, dass ein abstraktes Thema wie Biodiversität plötzlich unter die Haut geht. Der Pulitzer-Preis ist verdient.
Was überzeugt
- Exzellent recherchiert
- Erzählerisch stark
- Macht Artensterben begreifbar
Was stört
- Thema bleibt bedrückend
- Wenig Lösungsteil
Für wen geeignet
Für alle, die den Verlust der Artenvielfalt greifbar und wissenschaftlich fundiert verstehen wollen.
Fazit
Meisterhafter Wissenschaftsjournalismus. Nüchtern, präzise und tief beunruhigend.
Zur Person
Elizabeth Kolbert
Wissenschaftsjournalistin (Pulitzer)
USA · 1961
Elizabeth Kolbert ist Journalistin beim New Yorker und erhielt für „Das sechste Sterben" den Pulitzer-Preis.
Weitere Werke


