
Gesamtnote · von 5,0
Das Kapital im 21. Jahrhundert
Eine Analyse von Kapital, Wachstum und Ungleichheit
Die vielleicht einflussreichste ökonomische Studie unserer Zeit – über Vermögen, Erbe und wachsende Ungleichheit.
- Originaltitel
- Le Capital au XXIe siècle
- Erschienen
- 2013
- Verlag
- C.H. Beck
- Umfang
- 816 Seiten
- Originalsprache
- Französisch
- Genre
- Ökonomie
- Lesezeit Rezension
- 4 Min.
„Wenn die Kapitalrendite dauerhaft höher ist als das Wachstum, wächst die Ungleichheit fast zwangsläufig.“
— Thomas Piketty, Das Kapital im 21. Jahrhundert
Piketty wertet Steuer- und Vermögensdaten über zwei Jahrhunderte aus und leitet daraus eine simple, folgenreiche Formel ab: r > g. Solange die Rendite auf Kapital höher ist als das Wirtschaftswachstum, konzentriert sich Vermögen immer stärker – Erbe schlägt Arbeit.
Man muss Pikettys politische Schlüsse (etwa eine globale Vermögenssteuer) nicht teilen. Aber die empirische Wucht des Buches hat die Ungleichheitsdebatte weltweit neu geframt. Kein leichtes Buch – aber eines, an dem man in Wirtschaftsfragen kaum vorbeikommt.
Was überzeugt
- Riesige, saubere Datenbasis
- Eine These, die Debatten prägt
- Historisch weit ausgeholt
Was stört
- Sehr lang und teils trocken
- Lösungsvorschläge umstritten
Für wen geeignet
Für alle, die verstehen wollen, warum Vermögen sich konzentriert – mit Geduld für Daten.
Fazit
Ein Mammutwerk mit einer glasklaren These. Anstrengend, aber prägend für jede Gesellschaftsdebatte.
Zur Person
Thomas Piketty
Ökonom
Frankreich · 1971
Thomas Piketty ist ein französischer Wirtschaftswissenschaftler an der Paris School of Economics und einer der einflussreichsten Ökonomen zum Thema Ungleichheit.
Weitere Werke


