
Gesamtnote · von 5,0
Bullshit Jobs
Vom wahren Sinn der Arbeit
Warum ein wachsender Teil der Arbeit sinnlos ist – und was das mit uns macht.
- Originaltitel
- Bullshit Jobs: A Theory
- Erschienen
- 2018
- Verlag
- Klett-Cotta
- Umfang
- 464 Seiten
- Originalsprache
- Englisch
- Genre
- Soziologie
- Lesezeit Rezension
- 4 Min.
„Es ist, als erfände jemand sinnlose Jobs, nur um uns alle beschäftigt zu halten.“
— David Graeber, Bullshit Jobs
Graeber stellt eine unbequeme Frage: Warum gibt es so viele Jobs, deren Wegfall niemandem auffallen würde? Er unterscheidet Typen von „Bullshit Jobs" – von reinen Abnick-Positionen bis zu Aufgaben, die nur Beschäftigung vortäuschen – und fragt, was diese Sinnlosigkeit mit Menschen anrichtet.
Die Beweislage ist eher anekdotisch, und man muss der Ökonomie-Kritik nicht in allem folgen. Aber die zentrale Frage nach Sinn und Wert von Arbeit ist hochaktuell – gerade in einer Zeit, in der Automatisierung und KI ganze Tätigkeiten infrage stellen.
Was überzeugt
- Provokante, treffende These
- Viele echte Erfahrungsberichte
- Regt zum Nachdenken über Sinn an
Was stört
- Empirie eher anekdotisch
- Argumentation teils redundant
Für wen geeignet
Für alle, die sich fragen, ob ihre Arbeit wirklich gebraucht wird.
Fazit
Provokant und unbequem. Trifft einen wunden Punkt der modernen Arbeitswelt.
Zur Person
David Graeber
Anthropologe & Aktivist
USA · 1961–2020
David Graeber war ein US-amerikanischer Anthropologe und Professor an der London School of Economics, bekannt als Vordenker der Occupy-Bewegung.
Weitere Werke


