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Weniger ist mehr
3.5

Gesamtnote · von 5,0

Substanz4.0
Lesbarkeit4.0
Denkanstoß5.0

Weniger ist mehr

Warum weniger die Welt rettet

Die pointierteste Kritik am Wachstumszwang – und das Plädoyer für „Degrowth".

Originaltitel
Less Is More: How Degrowth Will Save the World
Erschienen
2020
Verlag
oekom
Umfang
400 Seiten
Originalsprache
Englisch
Genre
Ökonomie
Lesezeit Rezension
4 Min.

Wir brauchen keine Wirtschaft, die wächst, sondern eine, die dem Leben dient.

Jason Hickel, Weniger ist mehr

Hickel greift die Grundannahme moderner Ökonomie an: dass Wohlstand ewiges Wachstum braucht. Er argumentiert, dass „grünes Wachstum" die planetaren Grenzen nicht rettet und dass reiche Länder ihren Ressourcenverbrauch bewusst senken müssen – „Degrowth" als geplante Verkleinerung, nicht als Krise.

Das Buch ist einseitig und polemisch, und wie Degrowth praktisch funktionieren soll, bleibt vage. Aber als schärfste Gegenposition zum Mainstream ist es wichtig: Es zwingt einen, den Wachstumsbegriff selbst zu hinterfragen – ein produktiver Reibungspunkt.

Was überzeugt

  • Radikaler, klarer Standpunkt
  • Historisch gut untermauert
  • Fordert das Denken heraus

Was stört

  • Einseitig und polemisch
  • Praktische Umsetzung offen

Für wen geeignet

Für alle, die den Wachstumsglauben grundsätzlich hinterfragen wollen.

Fazit

3.5

Streitbar und leidenschaftlich. Ein starkes Kontra zum „grünen Wachstum".

#Degrowth#Wachstum#Klima

Zur Person

JH

Jason Hickel

Ökonomischer Anthropologe

Eswatini / Großbritannien · 1982

Jason Hickel ist Wirtschaftsanthropologe und einer der bekanntesten Vertreter der Degrowth-Bewegung. Er lehrt u. a. an der Autonomen Universität Barcelona.

Weitere Werke

Die Tyrannei des Wachstums