
Gesamtnote · von 5,0
Die Donut-Ökonomie
Endlich eine Wirtschaft, die den Planeten nicht zerstört
Ein neues Wirtschaftsbild: zwischen sozialem Fundament und planetaren Grenzen – der „Donut".
- Originaltitel
- Doughnut Economics
- Erschienen
- 2017
- Verlag
- Hanser
- Umfang
- 400 Seiten
- Originalsprache
- Englisch
- Genre
- Ökonomie
- Lesezeit Rezension
- 4 Min.
„Ziel ist nicht Wachstum ohne Ende, sondern zu gedeihen im sicheren, gerechten Raum.“
— Kate Raworth, Die Donut-Ökonomie
Raworth entwirft ein Bild statt einer Kurve: Der „Donut" markiert einen sicheren und gerechten Raum – innen ein soziales Fundament (Nahrung, Gesundheit, Bildung), außen die ökologische Decke (Klima, Böden, Artenvielfalt). Wirtschaft soll die Menschheit in diesen Ring bringen, statt endlos zu wachsen.
Das Modell ist eher Kompass als Bauplan; konkrete Politik bleibt skizzenhaft. Aber es rahmt die Debatte um Wachstum und Nachhaltigkeit neu – und ist gerade für Menschen zwischen Wirtschaft und Verantwortung ein anschlussfähiger Denkrahmen.
Was überzeugt
- Ein starkes, eingängiges Modell
- Verbindet Sozial- und Umweltfrage
- Optimistisch und konstruktiv
Was stört
- Bleibt teils im Grundsätzlichen
- Umsetzung nur skizziert
Für wen geeignet
Für alle, die Wirtschaft und Ökologie nicht als Gegensatz denken wollen.
Fazit
Frisch und einprägsam. Ein starkes Bild, das die Wachstumsfrage neu rahmt.
Zur Person
Kate Raworth
Ökonomin
Großbritannien · 1970
Kate Raworth ist eine britische Ökonomin an den Universitäten Oxford und Cambridge und Vordenkerin einer sozial-ökologischen Wirtschaft.


