
Gesamtnote · von 5,0
Der Preis der Ungleichheit
Wie die Spaltung der Gesellschaft unsere Zukunft bedroht
Warum wachsende Ungleichheit nicht schicksalhaft, sondern politisch gemacht ist – und uns alle etwas kostet.
- Originaltitel
- The Price of Inequality
- Erschienen
- 2012
- Verlag
- Siedler
- Umfang
- 512 Seiten
- Originalsprache
- Englisch
- Genre
- Ökonomie
- Lesezeit Rezension
- 4 Min.
„Ungleichheit ist eine Entscheidung, kein unvermeidliches Ergebnis der Marktkräfte.“
— Joseph Stiglitz, Der Preis der Ungleichheit
Stiglitz argumentiert, dass die extreme Konzentration von Reichtum kein zwangsläufiges Ergebnis „des Marktes" ist, sondern das Resultat von Politik, Regeln und Machteinfluss – von „Rent-Seeking" bis zu Steuergesetzen. Und er zeigt, dass diese Ungleichheit nicht nur ungerecht, sondern ökonomisch schädlich ist: Sie bremst Wachstum und untergräbt Demokratie.
Das Buch ist streckenweise wiederholend und stark auf die USA fokussiert. Aber als fundierte, vom Nobelpreisträger vorgetragene Analyse, warum Ungleichheit uns alle teuer zu stehen kommt, gehört es zu den wichtigen Stimmen der Debatte.
Was überzeugt
- Vom Nobelpreisträger, faktenstark
- Zeigt Ungleichheit als politisch
- Gesellschaftlich hochrelevant
Was stört
- Teils repetitiv
- US-lastige Beispiele
Für wen geeignet
Für alle, die die ökonomischen und politischen Wurzeln der Spaltung verstehen wollen.
Fazit
Klar argumentiert und gewichtig. Ein wenig repetitiv, aber inhaltlich stark.
Zur Person
Joseph Stiglitz
Ökonom (Wirtschaftsnobelpreis 2001)
USA · 1943
Joseph Stiglitz ist Wirtschaftsprofessor an der Columbia University, ehemaliger Chefökonom der Weltbank und Nobelpreisträger.
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