
Gesamtnote · von 5,0
Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus
Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus
Wie Tech-Konzerne aus unserem Verhalten Vorhersagen machen – und Verhalten zur Ware wird.
- Originaltitel
- The Age of Surveillance Capitalism
- Erschienen
- 2018
- Verlag
- Campus
- Umfang
- 727 Seiten
- Originalsprache
- Englisch
- Genre
- Gesellschaft
- Lesezeit Rezension
- 4 Min.
„Wir sind nicht mehr die Kunden. Wir sind der Rohstoff.“
— Shoshana Zuboff, Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus
Zuboff beschreibt, wie Google und Facebook ein neues Wirtschaftsprinzip erfanden: Unser Verhalten wird erfasst, in Vorhersagen verwandelt und auf „Verhaltens-Terminmärkten" verkauft. Nicht das Produkt wird verkauft – wir werden es. Aus Daten wird Macht, aus Vorhersage wird Einfluss auf unser Handeln.
Das Buch ist zu lang und akademisch, aber sein Kernbegriff hat die Debatte über Big Tech geprägt. Wer die Schnittstelle von KI, Wirtschaft und Gesellschaft verstehen will, kommt an dieser Analyse kaum vorbei – gerade weil KI diese Modelle noch verstärkt.
Was überzeugt
- Analysiert das Kern-Geschäftsmodell scharf
- Prägender Begriff
- Gesellschaftlich hochrelevant
Was stört
- Sehr lang und wiederholend
- Akademisch schwerer Stil
Für wen geeignet
Für alle, die verstehen wollen, wie das Geschäftsmodell hinter „kostenlos" funktioniert.
Fazit
Wuchtig, wichtig, streckenweise überlang. Ein Grundlagenwerk zur digitalen Ökonomie.
Zur Person
Shoshana Zuboff
Sozialwissenschaftlerin
USA · 1951
Shoshana Zuboff ist emeritierte Professorin der Harvard Business School. Sie prägte den Begriff „Überwachungskapitalismus" und analysiert die Machtverschiebung durch digitale Konzerne.
Weitere Werke


