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Geboren
1963, Seoul, Südkorea
Nationalität
Südkorea / Großbritannien
Epoche
Gegenwart
Sprachen
Koreanisch, Englisch

Ha-Joon Chang

Ökonom (University of Cambridge)

Ha-Joon Chang ist ein südkoreanischer Wirtschaftswissenschaftler, der lange in Cambridge lehrte und heute an der SOAS University of London forscht. Er zählt zu den bekanntesten heterodoxen Ökonomen.

Chang argumentiert, dass es keine wertfreie Ökonomie gibt und dass Industriepolitik und starke Institutionen für Entwicklung entscheidend sind.

Leben

Ha-Joon Chang (koreanisch Chang Ha-joon) wurde am 7. Oktober 1963 in Seoul geboren. Er studierte Volkswirtschaft an der Seoul National University und promovierte 1992 an der University of Cambridge, wo er über Jahrzehnte in der Entwicklungsökonomie lehrte und forschte.

Chang gilt als einflussreicher Vertreter einer heterodoxen, institutionenorientierten Ökonomie und beriet internationale Organisationen wie die UNO, die Weltbank und die Asiatische Entwicklungsbank. Bekannt wurde er durch „Kicking Away the Ladder“ (2002) über die Wirtschaftsgeschichte reicher Länder sowie durch die populären Bücher „Bad Samaritans“ (2007) und „23 Lügen, die sie uns über den Kapitalismus erzählen“ (2010), in denen er marktliberale Dogmen hinterfragt. 2003 erhielt er den Gunnar-Myrdal-Preis, 2005 den Wassily-Leontief-Preis.

Wichtigste Werke

  • Wirtschaft. Die Anleitung
  • Kicking Away the Ladder

Auszeichnungen

  • Gunnar-Myrdal-Preis (2003)
  • Wassily-Leontief-Preis (2005)

Genres

SachbuchÖkonomiePolitik